Nordansicht des Kilimanjaro

Kilimanjaro – Mythos & Fakten

Der nur 340 km vom Äquator entfernte Kilimanjaro ist das Aushängeschild Tanzanias und Sinnbild für die einzigartige Natur Ostafrikas - schon sein Name ist ein Mythos. Seit 1987 ist er von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Er bietet mit dem Kibo nicht nur Afrikas höchsten Gipfel, sondern ist auch der höchste frei stehende Berg der Erde. In atemberaubender Abgeschiedenheit erheben sich aus dem gut 40 km langen, gigantischen Bergmassiv, östlich des Shira-Plateaus, die beiden Gipfel Kibo (5.895 m) und Mawenzi (5.149 m).

Bergtouristen aus aller Welt versuchen seit über 100 Jahren, mehr oder weniger erfolgreich, den Gipfel zu erreichen. Auch wenn der heutige Aufstieg kein Vergleich zu dem der Pionieren am Ende des 19. Jahrhunderts ist, ein „Kinderspiel mit Gewinngarantie“ ist er noch immer nicht.

Name und Bedeutung

Über die Herkunft des Namens „Kilimanjaro“ gibt es unzählige Varianten und ebenso viele haarsträubende Geschichten. Ich habe mich in diesem Buch für die mir nachvollziehbare Variante entschieden, die auch von den Ureinwohnern, den Chaggas, und in anderer Literatur geteilt wird. Zuerst möchte ich aber darauf hinweisen, dass die Schreibweise „Kilimandscharo“ noch aus der deutschen Kolonialzeit (1885-1920) stammt und von mir in diesem Buch nicht verwendet wird, da sie Ihnen so in Tanzania nie begegnen wird - auch wenn sie so im Duden steht.

Die Sprache der Chagga ist eine Abwandlung (Dialekt) des heutigen Kiswahili. Teilweise werden Buchstaben oder Silben verschluckt oder hinzugefügt. Die Worte „Mlima“ oder „Kilima“ stehen für Berg und das Wort „Jaro“ oder auch „Njaro“ für Teufel der Kälte und des Eises oder nur für Eis. Somit ist es eigentlich klar nachzuvollziehen, dass aus den Worten „Kilima“ und „Njaro“ im täglichen Sprachgebrauch und im Umgang mit den ersten europäischen Einwanderern der spätere Bergname „Kilimanjaro“ wurde.

Andere Quellen und Legenden berichten von Abwandlungen der Worte „Njara“ (swh.= leuchtend) oder „Njare“ (maasai = Wasserquelle). Über die Bedeutung von „Kilima“ als „Berg“ sind sich dagegen alle einig. Der Berggipfel Mawenzi wird mit etwas Fantasie aus dem Kiswahili als „der dunkle Stein“ übersetzt.



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